TANJA HUPPERT
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Porträt-Foto von Tanja Huppert: Der Fotograf steht links seitlich von ihr, das Gesicht ist ihm zugewandt. Sie trägt eine dunkelblaue Bluse. Das Gesicht ist recht nah herangezoomt.

Über mich

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Biografie

„Tanja Huppert spielte sich heute Abend in unsere Herzen!“ schrieb das Steinway-Haus Hamburg über ihren Konzertabend, der mit stehenden Ovationen endete – und das ist der Tenor, den die deutsch-ukrainische Pianistin aus München immer wieder von Konzertbesuchern zu hören bekommt. Die feinfühlige und leidenschaftliche Künstlerin versteht es, ihre Zuschauer für sich zu vereinnahmen und sie berührt nach Hause gehen zu lassen. „… ich denke, die Musik kann wirklich Wunder bewirken und alles Böse wirklich besiegen und das ist eigentlich das, was mir wichtig ist“ erzählt sie in ihrem Video-Porträt, welches im Dezember 2018 auf YouTube und Vimeo veröffentlicht wurde und schon klassische Musiker und Veranstalter beeindruckt hat.

Huppert studiert zurzeit eine große Auswahl musikalischer Bilder des modernen Werks „Buch der Sterne“ des Komponisten und Orff-Schülers Wilfried Hiller und bereitet ein Programm zu dessen Jubiläumskonzert vor. Auch übt sie drei Klaviersuiten von Georg Friedrich Händel und die Sonate Nr. 8 von Sergej Prokofjew ein. Diese sollen neben anderen Werken ihres Repertoires Gegenstand ihrer nächsten Konzerte werden.

Huppert erntete vor allem großes Lob für ihre Interpretation der Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach. So konnte sie den Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko, von sich überzeugen. Er bezeichnete ihre Interpretation als „geprägt von großer Musikalität, Kreativität und hohem technischen Können.“ Auch Bernhard Kerres, Intendant des Wiener Konzerthauses von 2007 bis 2013, zeigte sich beeindruckt: er nannte sie eine „faszinierende, zarte, manchmal introvertierte, dann wieder feminine Interpretation von wunderbarer Schönheit.“

2009 spielte sie auf Einladung von Jonathan Nott, dem langjährigen Chefdirigent der Bamberger Symphoniker, das „Jeunehomme“-Konzert von Wolfgang Amadeus Mozart zusammen mit den Bamberger Symphonikern ein, danach folgte eine Einladung zur Aufnahme von weiteren Klavierwerken beim Bayerischen Rundfunk, u. a. von Ravels „Gaspard de la nuit“ und den Sonaten von Domenico Scarlatti, die beide seitdem immer wieder im Radio gespielt werden, zuletzt im Januar 2019 auf BR-Klassik. Jonathan Nott schrieb nach der raschen Fertigstellung beider Aufnahmen in einer Empfehlung, dass Tanja Huppert eine „wunderbare Balance zwischen technischem Können, Musikalität, Inspiration und Witz“ besitze.

Tanja Huppert zeigte schon sehr früh ihre Begeisterung für das Klavierspiel und spielte so schon mit 15 Jahren Tschaikowskys 1. Klavierkonzert in b-Moll op. 23 mit großem Erfolg. Nach einem vorzeitigen Abschluss am Lysenko-Musikinternat in Kiew und einem Diplom mit Auszeichnung an der Kiewer Tschaikowsky-Musikakademie ging sie nach München, um dort an der Hochschule für Musik und Theater weiterzustudieren. Sie erhielt dort Unterricht bei Prof. Michael Schäfer und 2006 ihr Konzert-Diplom; außerdem war sie Stipendiatin des Münchner Verlages G. Henle und der Deutschen Stiftung Musikleben. Es folgte ein Aufbaustudium in München. Joachim Kaiser bezeichnete sie 2007 als „hochbegabte Pianistin mit eigenem, musikalischen Profil“.

Tanja Huppert lebt mit ihrem Mann in München. Wenn sie sich mal eine Auszeit nimmt, geht sie gerne in die Natur oder besucht ein schönes Museum für alte Malerei.

Zuletzt aktualisiert: 28.07.2019 (460 Wörter)

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Programme

Goldberg-Variationen

Für mich sind sie eine der schönsten Werke für Klavier und verdeutlichen auf eindringliche Weise Bachs geniale Voraussicht auf die kommenden musikalischen Möglichkeiten durch das Aufkommen des Klaviers. Zugleich stellen sie einen wunderbaren Kontrapunkt zu den schnelllebigen Gewohnheiten der heutigen Zeit dar und sind daher aus meiner Sicht sehr aktuell. Dieses Programm biete ich auch als Matinée an.

Johann Sebastian Bach Goldberg Variations (BWV 988)

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Wiener Klassik

Programmtext folgt

J. Haydn: Klaviersonate C-Dur Hob. XVI:48
J. Haydn: Andante con variazioni für Klavier f-Moll Hob. XVII:6
J. Haydn: Klaviersonate e-Moll Hob. XVI:34

Franz Schubert: Moments musicaux D. 780 op. 94:
   Nr. 1 C-Dur, Nr. 3 f-Moll, Nr. 6 As-Dur
Ludwig van Beethoven: Sonate Nr. 30 op. 109

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Freie Schönheit

Das 18. Jahrhundert war ein Jahrhundert des Musizierens. Musik war vor allem Aufführungskunst. Noch ging es nicht um „Opusmusik“, die in der Partitur bis ins Einzelne fixiert und entsprechend werkgetreu aufzuführen war. Komponisten sahen sich vor allem im Dienst des Publikums. Es ging um das Erregen und Stillen von Affekten und so strebten Aufführungen stets nach einem Ausgleich zwischen Komposition und Improvisation. Instrumentalisten besaßen große Freiheiten, im Umgang mit Tempo, mit Phrasierungen, und auch sonst. Häufig lässt sich bereits am Notenbild erkennen, dass losgelöst von Metrum und Taktart komponiert wurde. Insbesondere in der „freyen Fantasie“, einer besonders populären Gattung. Wenn Immanuel Kant in seiner „Kritik der Urteilskraft“ über die „freie Schönheit“ schreibt, bezieht er sich auf die „freyen Fantasien“ seines berühmten Zeitgenossen Carl Philipp Emanuel Bach. Die zur Aufführung kommenden Werke zeigen, wie facettenreich Komponisten in diesem Umfeld agierten. Da ist der improvisatorische Charakter der Präludien in Händels Suiten. Oder C.P.E. Bachs f-moll Sonate, in deren dritten Satz das Fantasieprinzip besonders schön zu hören ist. Dreißig Jahre später streicht Mozart vor der Drucklegung alle Vorzeichen in seiner c-moll Fantasie, um dem freien Fluss der Modulation keine Hindernisse in den Weg zu stellen. Und schließlich ist da Josef Haydns handschriftlicher Zusatz „beynahe als freye Phantasie" in der berührenden Coda seines letzten Klavierwerks. Das Programm wird ergänzt durch Klavierbearbeitungen berühmter Choräle Johann Sebastian Bachs. Dies geschieht auch in der Absicht, dieses 18. Jahrhundert für den Hörer als eine Zeit erfahrbar zu machen, in der die Religion trotz aller Umbrüche einen nach wie vor bestimmenden Einfluss ausübte.

J. S. Bach/M. Hess: Jesus bleibet meine Freude
G. F. Händel: Suite E-Dur HWV 430
D. Scarlatti: Sonate g-Moll K. 8 und Sonate D-Dur K. 380
J. P. Rameau: La Livri und L’Égyptienne
J. S. Bach/F. Busoni: Nun komm‘ der Heiden Heiland BWV 659

J. S. Bach/F. Busoni: Ich ruf zu Dir, Herr Jesu Christ BWV 639
C. P. Bach: Sonate f-Moll Wq.63.6 / H.75
W. A. Mozart: Fantasie c-Moll KV 475
J. Haydn: Andante con variazioni für Klavier f-Moll Hob XVII:6
J. S. Bach/W. Kempff: Befiehl Du Deine Wege BWV 272

Reaktionen

Ihre feinsinnige Interpretation und ein voller Klang zeugen von einer gereiften musikalischen Persönlichkeit. Kirill Petrenko, Chefdirigent Berliner Philharmoniker
Eine wunderbare Balance zwischen technischem Können, Musikalität, Inspiration und Witz. Jonathan Nott, Chefdirigent Orchestre de la Suissse Romande (Genf, Schweiz)
Eine hochbegabte Pianistin mit eigenem, musikalischen Profil. Prof. Joachim Kaiser, Musikkritker
eine faszinierende, zarte, manchmal introvertierte, dann wieder feminine Interpretation von wunderbarer Schönheit. Bernhard Kerres, Intendant des Wiener Konzerthauses von 2007 bis 2013
Tanja Huppert spielte sich heute Abend in unsere Herzen! Claudia Kröger, Steinway-Haus Hamburg
Der Charakter jedes der Stücke ist so intensiv nachempfunden, dass die einzelnen "Bilder" vor dem inneren Auge ganz neu entstehen und lebendig zu werden scheinen. Susanne Kessel,
Pianistin und Organistorin des Kompositionsprojekts "250 piano pieces for Beethoven"
Ihre Mozart-Sonate ... fantastisch phrasiert! Mathieu Grégoire, Pianist und Klavierprofessor (Nationaloper Lyon, Frankreich)
Ich liebe Ihren Scarlatti. ... voller Leben, Drama und bewegender Tragödie. Jon Liinason, Kulturmanager und Organist (Göteburg, Schweden)

Repertoire

Audio

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Kontakt

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